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Kanton Bern ArtikelDer Kanton Bern ist ein Kanton in dem Westen der Schweiz. Bern ist flächenmässig (nach Graubünden) und bevölkerungsmässig (nach Zürich) jeweils der zweitgrösste Kanton der Schweiz.
Deutsch: Bern; Französisch: Berne; Italienisch: Berna; Rätoromanisch: Berna; Englisch: Bern (veraltet: Berne) .
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Der Kanton Bern hat die grösste Nord-Süd-Ausdehnung aller Kantone. Er erstreckt sich vom Jura über das Schweizerische Mittelland bis in die Alpen. In dem Norden grenzt er an den Kanton Jura, in dem Westen an die Kantone Neuenburg, Waadt und Fribourg, in dem Osten an die Kantone Solothurn, Aargau, Luzern, Obwalden und Uri und in dem Süden an den Kanton Wallis.
Der Berner Jura gehört zu dem Faltenjura, die Hauptstadt ist Moutier .
Südlich davon erstreckt sich zwischen dem Bielersee, Murtensee und der Stadt Bern in dem Aaretal das Berner Seeland, das durch die Juragewässerkorrektur von Sumpfland zu dem Gemüsegarten der Schweiz wurde.
Im Nordosten der Stadt Bern liegt die Region Oberaargau (die nicht zu dem Kanton Aargau gehört).
Östlich der Stadt Bern liegt das zu den Voralpen gehörende Emmental, aus dem der berühmte Emmentaler Käse kommt (nicht ca. von dort), das in dem Osten vom Bergland des Napf abgeschlossen wird.
Im Süden des Kantons liegt das Berner Oberland, in dem Osten mit dem Haslital , Brienzersee, Thunersee und dem Jungfraugebiet , in dem Westen mit den Regionen Saanenland , Simmental , Frutigerland (Adelboden) und Lötschberg.
Lage des Kantons
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- Deutsch: 802'740
- Französisch: 74'338 (im Jura und der zweisprachigen Stadt Biel/Bienne
- Italienisch: 26'359
- Rätoromanisch: 875
- Andere: 53'880
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Religionen - Konfessionen |
- Reformiert: 691'812
- Katholisch: 172'906
- Christkatholisch: 1'263
- Jüdisch: 802
- Andere: 50'059
- Konfessionslos: 41'350
Es gibt in dem Kanton Bern vergleichsweise viele Mitglieder protestantischer Freikirchen, besonders in dem Emmental und in dem Berner Oberland.==Verfassung ==
Die geltende Kantonsverfassung datiert von 1993.
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Der 200-köpfige Grosse Rat ist die Legislative des Kantons. Er wird vom Volk für eine Amtsdauer von jeweils vier Jahren gewählt. Über Volksabstimmungen - obligatorisches Referendum bei Verfassungsänderungen, fakultatives Referendum bei Gesetzesänderungen (wenn von mindestens 10' Tausend Stimmberechtigten verlangt), sodann Volksinitiative (von mindestens 15' Tausend Stimmberechtigten unterstützt) - nimmt auch das Volk an der Gesetzgebung direkten Anteil. Das Volk kann auf dem Wege einer Volksabstimmung den Grossen Rat auch vor Ablauf der ordentlichen Amtsdauer abberufen, wenn es von mindestens 30' Tausend Stimmberechtigten beantragt wird.
Die Parteienzusammensetzung (2002) ist
- SVP 67
- SP 58
- FDP 36
- Div. Grüne 15
- EVP 11
- EDU 4
- SD 3
- CVP 2
- Andere 4
Der Berner Grosse Rat trifft sich nicht wöchentlich, wie bei einigen anderen Kantonsparlamenten üblich, sondern in vierteljährlichen Sessionen.
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Die Exekutive ist der siebenköpfige Regierungsrat (3 SVP, 2 FDP, 2 SP), der vom Volk ebenfalls auf vier Jahre gewählt wird. Mindestens 30' Tausend Stimmberechtigte können dessen Abberufung schon vor Ablauf dieser Periode beantragen, worüber dann einen Volksabstimmung anzuordnen ist. Gegenwärtig wird der Regierungsrat von der Regierungspräsidentin Elisabeth Zölch geleitet.
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Oberstes kantonales Gericht ist das Obergericht; ihm untergeordnet sind die Amts- und Kreisgerichte. Weitere Gerichte sind das Verwaltungsgericht, das Wirtschaftsgericht und die Jugendgerichte.
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Der Kanton Bern ist ein traditionell bürgerlicher Kanton, wobei die SVP (in Bern zu dem großen Teil noch die traditionelle Bauern- und Gewerbepartei) die dominierende Rolle spielt. Die evangelischen Parteien EVP (Mitte) und EDU (weit rechts) sind in dem reformiert geprägten Bern sehr stark, während die (als katholische wahrgenommene) Bundesratspartei CVP in dem Kanton Bern eine Kleinpartei ist. Allgemein sind in dem Kanton Bern viele Kleinparteien vertreten.
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Der Kanton Bern liegt an den Bahnverkehrsachsen Zürich - Freiburg - Lausanne - Genf (ost-west) und Basel - Lötschberg - Simplon - Italien (nord-süd), die sich in der Stadt Bern kreuzen. In dem Norden quert die Jurasüdfusslinie (Zürich - Biel - Neuenburg - Lausanne), in dem Süden die Schmalspurbahn Luzern - Brünig - Interlaken - Montreux (Golden-Pass).
Weitere Täler sind durch diverse Schmalspurbahnen erschlossen: Berner Oberland-Bahn, Wengernalpbahn, Jungfraubahn, Meiringen-Innertkirchen Bahn.
Bergbahnen: Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren, Schynige Platte-Bahn
Neben der Bahn spielt das Postauto eine grosse Rolle, einmal bei der Erschliessung der Seitentäler, dann aber auch für die berühmten touristischen Linien über Grimselpass, Sustenpass oder Grosse Scheidegg.
Die A1 St. Gallen - Genf führt durch das Mittelland und die Stadt Bern. In nord-südlicher Richtung führt die Autobahn A6 bis nach Meiringen östlich des Brienzersees. Von dort starten die Passrouten Brünig (nach Luzern), Susten (nach Uri) und Grimsel (nachdem Wallis, Graubünden und dem Tessin). Bei Spiez zweigt die Lötschbergroute ab, die mittels Autoverlad durch den Lötschbergtunnel mit dem Wallis und via Simplonpass mit Italien verbindet.
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Zur Eidgenossenschaft zugehörig seit
1353: Bern gehört damit zu den Acht Alten Orten der Eidgenossenschaft (Uri, Schwyz, Unterwalden, Luzern, Zug, Glarus, Zürich, Bern).
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Städte und Orte des Kantons Bern
- Bern, 122'707 Einwohner (2002)
- Biel/Bienne, 49'328 Einwohner (2002)
- Thun, 40'597 Einwohner (2002)
- Köniz, 36'993 Einwohner (2002)
- Ostermundigen , 15'220 Einwohner (2002)
- Burgdorf, 14'672 Einwohner (2002)
- Steffisburg , 14'667 Einwohner (2002)
- Langenthal, 14'443 Einwohner (2002)
- Muri bei Bern , 12'394 Einwohner (2002)
- Spiez, 12'031 Einwohner (2002)
- Worb , 11'033 Einwohner (2002)
- Ittigen, 10'817 Einwohner (2002)
- Lyss , 10'817 Einwohner (2002)
- Münsingen, 10'727 Einwohner (2002)
Siehe auch: Gemeinden des Kantons Bern
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